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Heute fand in Wien von 14 bis 19 Uhr eine Demonstration anlässlich der „Europäischen Mobilitätswoche“ statt. Der autofreie Tag findet heuer zum 10 Mal statt und insgesamt beteiligten sich österreichweit 375 Gemeinden am autofreien Tag. Europaweit waren es insgesamt (nur) 1.684 Städte/Gemeinde. Die Sperre des Ringes in Wien hat für heftige Reaktionen verschiedener politischer Parteien und Autofahrerclubs gesorgt. Unverständlich, denn mit dieser Aktion soll aufgezeigt werden, dass der Individualverkehr ein Haupttreiber des Klimawandels ist und Mobilität auch ohne Auto möglich ist.
Hass, Gewalt, Hetze, Prügel, Verletzungen, Homophobie,… All das sind Bezeichnungen die die „Belgrade Pride“ 2001 traurigerweise am besten beschrieb. Kommendes Wochende findet nach jahrelanger Zwangspause wieder die „Belgrade Pride“ statt. Lesben und Schwule trauen sich wieder, für ihre fundamentalen Rechte einzutreten. Doch auch heuer droht eine Gewaltorgie von religiösen und rechten Gruppierungen. In Anbetracht der Videos aus dem Jahr 2001 ist selbst meine pazifistische Grundhaltung in Gefahr…
Am 27.9.2009 wählen die BürgerInnen in Deutschland einen neuen Bundestag in Berlin. Bündnis 90/Die Grünen haben auf YouTube einen wirklich sehr gelungen Werbespot hochgeladen, der alle Themen kurz, prägnant und knackig anführt, wofür Grün steht. Warum ich es poste? In den Bundesländern Vorarlberg und Oberösterreich stehen ebenfalls Gemeinde- und Landtagswahlen an und auch hier geht es um eine Richtungsentscheidung. Der deutsche Spot lässt sich 1:1 auf die Situation in Österreich umlegen – jedoch mit einem großen Unterschied: Nämlich, dass Die Grünen in Österreich (unberechtigterweise) durch Eigenverschulden in der Defensive sind und das politische Feld den (rechtspoplistischen) Mitbewerb überlassen haben. Was fehlt? Nachwievor fehlt eine klare und einfache Kommikation an die/den geneigteN WählerIn. Wofür steht Grün eigentlich? Dieser Spot transportiert eine grüne Vision und hat Gültigkeit in Deutschland… und in Österreich.
Wirtschaftskrise, Krems, Schweinegrippe, ETA-Terror. Das sind die gewichtigen Themen seit Monaten bzw. Wochen in den Medien. Leider! Denn ein Thema, welches die Menschheit seit Jahren und die nachfolgenden Generationen betreffen und fordern wird, wird so gut wie kaum thematisiert: Der Klimawandel! Dieser ist kein Zukunftsszenario mehr! Dieser findet längst statt und die Auswirkungen werden von Jahr zu Jahr spürbarer. Der heurige Sommer ist einer der gewitterträchtigsten und unwetterreichsten Sommer der letzten Jahrzehnte und die „Heizung Europas“, der Golfstrom zeigt seit einigen Wochen große und sehr bedenkliche Anomalien.
Seit einigen Monaten kann mensch (fast) täglich in diversen Medien von Gewalttaten gegen Schwule und Lesben (z.B. in der deutschen Hauptstadt Berlin) oder von menschenverachtenden Hetzartikeln und -Reden gegen homosexuell l(i)ebende Menschen lesen. Es scheint als würde sich schrittweise erkämpfte und erreichte Toleranz, Akzeptanz und Normalität von und für Schwule und Lesben schrittweise wieder zu bröckeln und zu verkleinern zu beginnen. Dabei wäre es doch so einfach, doch die Intoleranz und Kleinkariertheit vieler Menschen scheint stetig zu wachsen.
Morgen ist es soweit. Nach Wochen des Wartens beginn ein weiteres Abenteuer. Um 11:20 Uhr geht es über den „Großen Teich“ nach Kanada, genauer nach Toronto im Bundesstaat Ontario. Ich hoffe auf (und erwarte) spannende Eindrücke sowie tolle Momente in einer der sichersten Großstädte der Welt. Nach 9 Tagen Ontario geht es zurück für einen Zwischenstopp nach Wien, bevor noch ein Citytrip nach Stockholm in Schweden folgt. Detail am Rande – in beiden Staaten dürfen Schwule und Lesben deren PartnerIn ehelichen. Hier 3 Bilder, was mich erwarten wird:
In „schöner“ Regelmäßigkeit kommen von alten, bekannten Gruppierungen geistfreie Ergüsse. Gerade während der CSD-Saison scheint es, als müssen diese Gruppierungen ihre ewiggestrigen und menschenverachtenden Ansichten verstärkt unter’s Volk streuen. In Vergangenheit war dies mehrmals die FPÖ, verschiedenste röm.kath. Glaubensvertreter, der politische Arm der klerikalen Christen, wie z.B. Die Christen, Papst Benedikt selbst oder wie jetzt wieder ganz aktuell – die Priesterbruderschaft von St. Pius X. Anlässlich des demnächst stattfindenden CSDs in Stuttgart rollt die nächste Hetzkampagne der traditionalistischen Piusbruderschaft an.
Es sollte eine Demonstration für Toleranz und Akzeptanz gegenüber homosexuellen Menschen und deren Lebensweise werden, als gestern in der deutschen Hauptstadt Berlin über 500.000 Menschen den 31. Berliner CSD feierten. Großteils verlief der CSD auch ohne Zwischenfälle, doch 2 Vorfälle haben besonderes Augenmerk verdient. Einerseits hat sich der homophobe Rapper Bushido unrühmlich in Szene gesetzt und andererseits führte die Polizei eine „Überprüfung“ bei schwulen After-Pride-Party durch.
In Deutschland am 18. Juni gegen die überwältigende Meinung der BürgerInnen beschlossen, in Österreich wird darüber diskutiert – Sperrlisten für kinderpornografische Inhalte. So begrüßenswert der Schutz der Kinder auch ist, so fragwürdig ist die Technik, die dahinter steckt wie viele KritikerInnen ausführen. Ermöglicht diese doch eine Zensur des Internets und damit eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung.
Die Wahl zum Europäischen Parlament ist in kürze geschlagen und es wird wohl einen massiven Zugewinn der immer weiter rechts stehenden FPÖ von HC Strache und EP-Wahl Spitzenkandidaten Andreas Mölzer geben Das Resümée: Rechter Populismus zieht und viele ungebildete Menschen begreifen nachwievor nicht, dass sie schon wieder auf hohle Sprüche der Rechtspopulisten reingefallen sind. Österreich hat („dank“ der FPÖ) ein latentes Problem am rechten Rand und viele Menschen weigern sich, dies zu erkennen.

Europäisches Parlament, Straßburg
Was wird überhaupt am kommenden Sontag gewählt? Wer wird gewählt? Die EU – ein große Unbekannte für eine Mehrheit der ÖsterreicherInnen. Unwissenheit macht empfänglich für dumme Sprüche und Parolen. 69 % der ÖsterreicherInnen wissen laut Umfrage „weniger gut“ oder „so gut wie gar nicht“ über die Aufgaben und Kompetenzen des EU-Parlament Bescheid. Aufklärung ist dringend nötig: