Die Grünen: Her mit der (Basis)demokratie
15 BloggerInnen und Grünen SympathisantInnen wollen Die Grünen (Wien) aus ihrem Wachkoma holen. Anlässlich der planmäßig 2010 stattfindenden Gemeinderatswahl starten sie die Aktion „Grüne Vorwahlen“. Ziel: Gemäß den Partei-Statuten der Grünen Wien sollen nun auch UnterstützerInnen die Landtagsliste bei den Vorwahlen mitbestimmen können. Die Beteiligung an dieser basisdemokratischen Aktion ist ganz einfach!
Ins Leben und auch gleich umgesetzt wurde diese Initiative von Helge, Jana und Martin. Ein erstes Treffen Ende März bildete quasi den Startschuss zu den „Grünen Vorwahlen“. Die Grünen schreiben sich Basisdemokratie und Offenheit gerne auf ihre Fahnen, doch davon war zuletzt nicht mehr viel zu spüren. Viel mehr glich die Partei einem „ordinären“ Parteiapparat. Dies soll geändert werden und Tom Schaffer formuliert es sehr treffend:
„Mit einer gezielten Kampagne wollen sie für die vermehrte Nutzung dieser Offenheit der Grünen durch ihre potentiellen WählerInnen werben – sie zum mitmachen bewegen. Es geht wohlgemerkt nicht darum für spezielle Mitglieder zu werben, sondern alle Grünen sanft zu zwingen, sich zu präsentieren und in Kontakt mit einer jeweils eigenen Basis zu treten – sich eine eigene Öffentlichkeit neben den Massenmedien zu schaffen.“
Es geht nicht darum, zwangsweise neue Gesichter auf wählbare Stelle zu hieven. Viel mehr sollen sich die Grünen wieder auf ihre Grundsätze besinnen, durch Öffnung nach Außen und durch Ausnutzung der Möglichkeiten des Web2.0 mehr in Kontakt mit potentiellen WählerInnen treten.
Schon anlässlich der verlorenen Nationalratswahl stellte einer der Initiatoren, Helge Fahrnberger, die Forderung nach mehr Offenheit der Grünen auf:
„Wo waren die [20 Mandatare] im Wahlkampf? Wer sind die überhaupt? Während des ganzen Wahlkamps waren sie beispielsweise auf der Grünwebsite kaum auffindbar, geschweige denn irgendwo als Person präsent. (…) Wo sind die öffentlichen Hearings, die Personen-vor-wahlkämpfe um die besten Listenplätze? Wo sind die innovativen Quereinsteiger wie parteifreie Solarenergieunternehmer, Koriphäen aus Wissenschaft und Wirtschaft oder junge, smarte Studenten?“
Mittlerweile haben sich zahlreiche BloggerInnen dieser Aufforderung an die Grünen angeschlossen bzw. berichten darüber. Dies sind neben den genannten u.a. Franz Joseph, Sebastian Moser, Niko Alm, aber auch Christoph Chorherr von den Grünen Wien.
JedeR der/die Interesse daran hat, kann sich auf gruenevorwahlen.at registrieren. Die Anmeldung muss bis spätestens 15. Juni 2009 erfolgen, da die nächste Grünen Landesversammlung am 15. November 2009 stattfindet.
Mitmachen, Demokratie erleben und Politik ein Stück mitgestalten.
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(Bildquelle: Screenshot gruenevorwahlen.at)
















Auf sowas habe ich gewartet. Klasse Idee! Nach vielen Monaten ohne Bewegung, könnte sich wieder tun. Mich freuts. Somit könnten die Grünen doch wählbar bleiben.