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Schwule & Lesben: Menschen 2. Klasse?

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Österreich ist innerhalb der EU gemeinsam mit den osteuropäischen Mitgliedsstaaten Schlusslicht bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Sind homosexuelle Menschen, Menschen zweiter Klasse? Der ORF lädt angesichts dieser diskriminierenden Situation zu einer Diskussion, u.a. mit einem Vertreter der Partei „Die Christen“. Das ist jene Partei, die mehrmals mit homophoben, menschenverachtenden Äußerungen aufgefallen ist.

Heute um 23 Uhr lädt der ORF zum Club 2. DiskussionsteilnehmerInnen sind u.a. Uwe Kröger (Musical-Star), Christopher Wolf (Kardiologe), Johannes Wahala (Psychotherapeut), Michaela Tulipan (Rechtsanwältin), Gernot Steier (Partei „Die Christen“).

„Die Christen“ – diskriminierend und homophob

Wofür tritt denn die Kleinstpartei „Die Christen“ ein? In erster Linie für eine christliche Politik. Eine Politik, die an den Werten und Überlieferungen des christlichen Glaubens und der Bibel orientiert ist. Eine Politik, die politisches Handeln nicht nach dem Humanismus pflegt. Eine Politik, die gegen Sexual-/Aufklärungs-/Verhütungsunterricht an Schulen gerichtet ist. Stattdessen solle Familienkunde unterrichtet werden. Eine Politik, Schwule und Lesben diskriminiert.

„Homo-Lebensstil = tödlich“

„Die Christen“ sind erstmals bei der Landtagswahl in Niederösterreich im März 2008 angetreten – glücklicherweise mit bescheidenem Erfolg. Im NÖ-LTW-Wahlkampf hat z.B. der Kandidat Dietmar Fischer auf seiner Homepage gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen gewettert, Schwule und Lesben als krank bezeichnet und für Kindesmissbräuche verantwortlich gemacht.

In ähnlicher Tonart ging es im Mai 2008 in Tirol weiter. Hier wurden Flyer verteilt, auf den folgendes zu lesen war: „Homo-Lebensstil = tödlich„. Die Flyer verlinkten ferner auf eine konservative Internetseite, die unter anderem Verhütungsmethoden ablehnt, da diese als Nein zum Leben zu betrachten sind.

Selbstverständlich wird jede Form der Beendigung der Diskriminierung von Schwulen und Lesben sowie eine Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaft mit der Ehe abgelehnt. Im Nationalratswahlkampf im Herbst 2008 hat Alfons Adam in einem Interview für Neuwal zu Homosexualität folgendes gemeint:

„Diese Neigung (Anm: Homosexualität) haben sich die Menschen nicht ausgesucht. Wir definieren Homosexualität als neurologische Erkrankung. Daher ist es meiner Meinung nach Kindesmisshandlung, einem homosexuellen Paar ein Kind zur Adoption zu geben.“

„Die Christen“ sind somit der „verlängerte, politische Arm“ homophober, ewiggestriger, menschenverachtender „Fundamentalisten“ der röm.kath. Kirche, die sich zuletzt mehrfach mit menschenverachtenden Aussagen bekleckert hat.

Angesichts der bevorstehenden Diskussionsrunde hat der geladene „Die Christen“-Vertreter per Mail um Gebete ersucht, damit er seine Positionen in geeigneter Form vermitteln kann. Seltsamer Haufen, ehrlich.

Die rechtliche Situation in Europa im Vergleich

gaymarriage_europe

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eingetragene_Partnerschaft

Hier noch zwei passende Videos die das Thema Homo-Ehe und Adoptionsrecht sehr passend thematisieren:

(Bildquelle: flickr iamliam – creative commons)

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  1. Dominik
    5. März 2009 um 10:57 | #1

    Nachdem ich die Sendung nicht gesehen habe, kann wer sagen, was diskutiert wurde? Unglaublich welche Intoleranz manche Menschen von sich geben. Die Videos sind klasse.

  1. 22. Oktober 2009 um 19:10 | #1